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Russland, Transsib im Winter

Wann ist eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn am schönsten?

Die beste Zeit für eine Transsib-Reise hängt unter anderem von den individuellen Erwartungen des Reisenden ab. Jede Jahreszeit kann faszinierend sein und hat ihre Schönheiten. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht mit den saisonalen Unterschieden.

Da jede Jahreszeit ihre ganz eigenen Besonderheiten hat, gibt es keine ideale Reisezeit. Die wohl reizvollste und beste Reisezeit für die Reise mit Transsibirische Eisenbahn ist im Sommer oder im Winter. Der russische Sommer von Ende Mai bis Ende September ist heiss und trocken, selbst in Sibirien können in dieser Zeit Temperaturen bis zu 35 Grad erreicht werden. In dieser Zeit ist allerdings auch Hochsaison, was bedeutet, dass Züge und Unterkünfte relativ stark ausgelastet sind.

Der Winter hingegen ist eiskalt und wesentlich ruhiger. Wer sich von Temperaturen bis zu  minus 30 Grad nicht abschrecken lässt, den erwartet der besondere Reiz der verschneiten Taigalandschaft, der Anblick des zugefrorenen Baikalsees (am besten Februar) und die Möglichkeit, auf dem grössten Süsswassersee der Erde Hundeschlitten zu fahren. Klingt auch reizvoll, oder?

 

Folgende Übersicht kann Ihnen je nach Route/Region bei der Planung helfen:

Reisezeiten

 

Vor- und Nachteile im Frühling

(Ende April bis Mitte Juni)

Vorteile: Die Abteile und Waggons sind noch nicht überfüllt, es erwarten Sie schöne, wechselnde Landschaften und Farben, gute Fotomöglichkeiten, die Temperatur draussen und in den Abteilen ist optimal.

Nachteile (betreffen nicht die Fahrt selbst): Bei Aufenthalten in der Mongolei ausserhalb von Ulan Bator sind Übernachtungen in einer Jurte oder Zelten in der Regel noch nicht möglich (normalerweise erst ab ca. Mitte Mai). Bis Mitte Juni kann das Wetter sehr wechselhaft sein. Von Mitte April bis Mitte Mai ist die Insel Olchon auf dem Baikalsee nicht zu erreichen, da in dieser Zeit Schiffe noch nicht und Autos nicht mehr auf dem Eis fahren können.

Vor- und Nachteile im Sommer

(Mitte Juni - Ende August)

Vorteile: Schöne, wechselnde Landschaften, gute Fotomöglichkeiten.

Nachteile: Die Züge sind meistens ausgebucht und es gelten Hochsaison-Preise. Aufgrund der grossen Nachfrage sollte eine Buchung frühzeitig erfolgen. Es herrschen hohe Temperaturen draussen und in den Abteilen.

Vor- und Nachteile im Spätsommer 

(Ende August - Anfang Oktober)

Vorteile: Die Züge sind weniger stark gebucht als im Hochsommer. Es erwarten Sie schöne, wechselnde Landschaften und Farben sowie gute Fotomöglichkeiten. Die Temperatur draussen und in den Abteilen ist optimal.

Nachteile: Keine!

Vor- und Nachteile im Herbst / Winter

(Anfang Oktober bis Ende April)

Vorteile: Weniger Passagiere, mehr Platz in den Abteilen und Waggons. Es bietet sich die Möglichkeit, das typische, raue Klima Sibiriens kennen zu lernen. Gute Fotomöglichkeiten. Mit Ausnahme der Zeit zwischen 20. Dezember und 15. Januar sind die Fahrkarten am günstigsten.

Nachteile: Zugefrorene Abteilfenster (Eiskratzer nötig), grosse Temperaturunterschiede zwischen innen und aussen (von Bedeutung beim Einkaufen auf den Unterwegsbahnhöfen). Schneeweisse oder graue Landschaften. Von Mitte Dezember bis Mitte Januar sowie von Mitte April bis Mitte Mai ist Olchon praktisch nicht zu erreichen, da in dieser Zeit der Baikalsee zufriert und Schiffe nicht mehr und Autos noch nicht fahren können.